BAG KiAP Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien e.V.
BAG KiAP Bundesarbeitsgemeinschaft fürKinder in Adoptiv- und Pflegefamilien e.V.

Projekte

Wie aus Pflegeeltern ehrenamtliche Einzelvormünder werden können

"Ausbildung zum ehrenamtlichen Einzelvormund

Quelle: Pflegeelternschule Baden-Württemberg

Ausbildung zum ehrenamtlichen Einzelvormund für Pflegekinder

Die gesetzliche Vorgabe, dass die Einzelvormundschaft Vorrang vor der Amtsvormundschaft hat, ist eine in der Praxis wenig beachtete Tatsache. Nur ein verschwindend geringer Teil der Vormundschaften wird von natürlichen Personen geführt. Das Statistische Bundesamt hat die Einzelvormünder seit mehr als 20 Jahren nicht mehr erfasst.

Bei Pflegekindern, die dauerhaft in der Pflegefamilie leben und dort ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben, ist zu prüfen, ob die Pflegeeltern die Vormundschaft übernehmen können.

Die Ausbildung zum ehrenamtlichen Vormund richtet sich an:

  • die Pflegeeltern selbst,
  • eine Person aus dem Lebensumfeld des Kindes,
  • eine fachkundige Person, die bereit zur Übernahme dieser Verantwortung ist.

Neben der Ausbildung sind der Kontakt zu den Jugendämtern und dem Familiengericht (Rechtspfleger) sowie die Begleitung der Vormünder vor Ort die Ziele des Projekts (Praxisanleitung), zumal Einzelvormünder ein Recht auf fachliche Begleitung, Unterstützung und Beratung haben.

Den Teilnehmern des Projektes wird folgende dauerhafte Begleitung angeboten:

  • Regionale Vernetzung der Vormünder mit regelmäßigen Treffen,
  • Fortbildung zu relevanten Themen der Vormundschaft und Pflegschaft,
  • Beratung durch Fachkräfte persönlich oder im Internet,
  • Vermittlung von Kontakten zu Personen und Institutionen, die Einzelvormünder suchen. ...."

Nähere Information erhalten Sie hier:

Projekt 2012

Baden Württemberg:  Ausbildung zum ehrenamtlichen Einzelvormund für Pflegekinder

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien (BAG KiAP) startet diesen Ausbildungskurs gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft KiAP Baden-Württemberg in Kooperation mit der Pflegeelternschule Baden-Württemberg e.V – Akademie für Pflege-/ Adoptivfamilien und Fachkräfte und in Zusammenarbeit mit dem Landesverband PFAD Baden-Württemberg e.V. als Pilotprojekt. Eine Kooperation mit den Jugendämtern und den Rechtspflegern wird angestrebt.
Die gesetzliche Vorgabe, dass die Einzelvormundschaft Vorrang vor der Amtsvormundschaft hat, ist eine in der Praxis wenig beachtete Tatsache. Nur ein verschwindend geringer Teil der Vormundschaften wird von natürlichen Personen geführt. Das Statistische Bundesamt hat die Einzelvormünder seit mehr als 20 Jahren nicht mehr erfasst.

Bei Pflegekindern, die dauerhaft in der Pflegefamilie leben und dort ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben, ist zu prüfen, ob die Pflegeeltern die Vormundschaft übernehmen können.

 

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Amt als Puffer nur selten nötig

       
Freitag, den 26. Oktober 2012 um 14:40 Uhr
Quelle: Schwarzwälder Bote 26.10.2012 Sylvia Wiegert Kreis Freudenstadt - Im Kreisgebiet sollen jetzt verstärkt auch Ehrenamtliche für die Vormundschaft von Pflegekindern geworben und geschult werde. Diesen Auftrag gab der Jugendhilfeausschuss bei seiner jüngsten Sitzung dem Jugendamt mit auf den Weg. Wer hat sich schon mal überlegt, sein Kind in staatliche Obhut zu geben, weil es in der Pubertät schwierig wird? Bei Pflegekindern ist dies durchaus möglich, wenn nicht die Pflegeeltern die Vormundschaft für das Kind haben, sondern das Jugendamt. Mehr Ehrenamtliche als Vormund Ein Zustand, den Marja Schoenmaker Ruhl im Jugendhilfeausschuss kritisierte. Sie ist Vorsitzende der Ortsgruppe Freudenstadt der Landesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien und arbeitet bei einem Pilotprojekt mit, bei dem Privatpersonen zum ehrenamtlichen Einzelvormund ausgebildet werden. Ziel des Projekts ist es, mehr Ehrenamtliche als Vormund für Pflegekinder zu gewinnen, denn die kommen laut Schoenmaker Ruhl in der Praxis viel zu wenig zum Einsatz: "Nur ein verschwindend geringer Teil der Vormundschaften wird von natürlichen Personen geführt." Die Zahlen von Jugendamtsleiterin Charlotte Orzschig bestätigten diese Aussage: 52 Vormundschaften führt das Jugendamt derzeit im Landkreis, ein ehrenamtlicher Vormund sei hier bislang nur in Einzelfällen bestellt worden, weil keine Bewerbungen dafür vorgelegen hätten, so die Amtschefin. zum Artikel

Zum Inhalt des Buches:
Was passiert, wenn ein Kind nicht ohne Gefährdung seiner Entwicklung in seiner biologischen Familie aufwachsen kann? Welche Informationen benötigen Pflege- und Adoptiveltern, wenn sie sich für die Aufnahme eines Kindes entscheiden? Welche Hilfen und Unterstützung erhalten sie, wenn Probleme auftauchen?

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